Ein Blick auf die Welt

Früher glaubten die Menschen, die Welt würde aus drei Schichten bestehen und im innersten Kern der Erde würde eine Schlange leben, die tote Körper und Seelen verschlinge.

Seit jedoch in den Alwar-Ruinen detailreiche Karten und Planetenmodelle gefunden wurden, hat sich das Weltbild komplett gewandelt. Dazu gehörten auch einige geographische Werke, die zwar nicht völlig übersetzt werden konnte, aber trotzdem bei der Erkundung der neuen Welt sehr hilfreich waren.

Heute ist man davon überzeugt, dass es immer nur zwei Schichten gab: Tal Narag und Tal Rhaz. Doch während sich die oberste Sphäre aufgelöst hat und langsam nicht nur vom Himmel, sondern auch aus den Köpfen der Menschen verschwindet, hat das nie existente Tal Tluâz noch immer einen festen Platz in der Weltideologie vieler Völker. Es ist zu einer Art "Hölle" geworden, ein unseliges Land, auf das kein Lebender seinen Fuß setzen kann und von Dämonen, Monstern sowie Geistern verstorbener Menschen bewohnt wird.

Das "Festland" Tal Rhaz und das "Himmelsland" Tal Narag wird von einer dicken und stürmischen Wolkenschicht getrennt. Einst war diese so vollkommen undurchlässig, dass Sonnenstrahlen niemals das Festland erreichen konnten und Tal Rhaz von je her um einiges düsterer war, als das Himmelsland. Doch schon seit vielen Jahren reißt die Wolkengrenze immer mehr und mehr auf, so dass man schon fast täglich in den Genuss eines hellblauen Himmelsfetzen kommen kann. Zwar nur einige Minuten bevor sich die Wolken wieder zuziehen, doch sind sich die Gelehrten sicher, dass es sich nach den kommenden 15 Jahren gerade umgekehrt verhalten wird.

Ein alte Zeichnung / Weltbild

Bild oben:Vor kurzem erst habe ich ein altes beschädigtes Relief erworben, das die 3-Schichten-Ideologie deutlich darstellt.
Eines meiner wertvollsten Schätze.

TAL NARAG

Die obere Schicht wird als Tal Narag bezeichnet. Noch vor weniger als einem Jahrhundert bestand diese Sphäre aus einem einzigen Kontinent, der weit über den anderen Schichten schwebte und von einem dichten Nebelmeer umschlossen war. Dieser Kontinent erstreckte sich von Norden bis Süden als eine lange Landmasse. Hier lag die Wiege der Menschenrassen "Merhin" und "Tien-Lu", doch aus einem bislang unbekannten Grund begann das Land auseinander zu bröckeln, senkte sich ab und wurden letztendlich von dem Nebelmeer verschlungen. Das einzige, was davon noch übrig ist, sind einige schwebende Inseln, die das tosende Nebelmeer überstanden haben und nun in höchsten Schichten der zweiten Sphäre, Tal Rhaz, schweben.

TAL RHAZ

Die mittlere Schicht besteht aus einer Fülle von Inseln und mehreren Kontinenten, zwischen denen auf den Meeren und Ozeanen reger Schiffsverkehr herrscht. Von der stickigen Luft, der hohen Luftfeuchte und dem düsteren Himmel einmal abgesehen, ist das Klima in Tal Rhaz doch gut erträglich - auch wenn die fehlende Sonne oft stark aufs Gemüt schlägt.

Doch trotz des besonders fruchtbaren Bodens haben die Menschen kein leichtes Leben, denn die Natur ist gefährlich und grausam. Immer wieder bringt sie schreckliche Monster und Untiere hervor, gegen die es nur wenig Schutz gibt. Die Vegetation ist nicht minder tückisch. Schon binnen weniger Monate kann ein vernachlässigtes Ackerfeld dermaßen zuwachsen, dass sein Besitzer Probleme hätte es wieder zu finden. Deshalb leben die meisten Menschen in großen Städten, die zur Mehrzahl auf alten Alwarstädten entstanden sind und sich heute noch immer im Foto eines HimmelsWiederaufbau befinden. Fast jede Stadt ist von einer mehr oder weniger durchgängigen Wehrmauer umgeben, mindestens jedoch einer Palisade.

In einigen Städten hat die nötigste Feld- und Viehwirtschaft innerhalb der Stadtmauern ihren Platz gefunden, um der wilden Fauna und Flora nicht völlig ausgesetzt zu sein. Und wo dies nicht möglich ist, wird in den Bauernhöfen, die eher kleinen befestigten Dörfern ähneln, bei Nacht als auch bei Tage bewaffnet Wache gehalten.

Foto links: Fotografie eines aufgerissenen Himmels. Leider ist die Fototechnik noch nicht in der Lage, dieses besondere Ereignis farblich richtig wiederzugeben.